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Ausflugstipp: Blei, Zink und Silber für die Welt

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In Ramsbeck widmet sich ein 10 Kilometer langer Wanderweg der großen Bergbaugeschichte des Ortes, die wohl über 1000 Jahre Bestand hat

Ramsbeck zählt zu den großen Montanzentren des an Bergbau-Vergangenheit reichen Sauerlandes. Das Sauerländer Besucherbergwerk  mit dazugehöriger Daueraustellung  informiert seine Besucher über die Ramsbecker Bergbaugeschichte. Highlight des Sauerländer Besucherbergwerks ist die Einfahrt mit der Grubenbahn. Ausgestattet mit Helm und Schutzjacke geht die Fahrt 1300 m in den Dörnberg hinein. 300 m unter Tage beträgt die Temperatur das ganze Jahr rund 12 Grad Celsius. Unter Tage erklären erfahrene Bergführer unter welch mühseligen Bedingungen das Blei- und Zinkerz einst abgebaut wurde.





Besuchergruppe Bergwerk Ramsbeck

Am Sauerländer Besucherbergwerk startet auch der Bergbauwanderwegs, der zeigt wie sehr der Bergbau den Ort und das Sauerland geprägt hat. Er ist zehn Kilometer lang und führt einmal ringsum den Ort; insgesamt 24 Stationen mit vielen Sehenswürdigkeiten liegen am Wegesrand.

Nach dem Start marschieren die Wanderer unter anderem am Alten Krankenhaus und dem Haldengelände vorbei, deren Bedeutung für die Bergbaugeschichte erläutert wird. Der Höhepunkt des ersten Streckenabschnittes ist der „Venetianerstollen“. Bereits im 11. oder 12. Jahrhundert haben Ramsbecker an Ort und Stelle nach Silber und Blei geschürft. Der Venetianerstollen ist einer der ältesten Grubenbauten nördlich der Alpen und hat aufgrund eines stellenweise sehr geringen Durchmessers schon immer die Legende von kleinwüchsigen Bergarbeitern, den Venetern, aus der Alpenregion genährt.





Schacht Bergwerk Ramsbeck

Einen weiteren Höhepunkt stellt „Station sieben” dar: Mitglieder des Fördervereins des Sauerländer Besucherbergwerks, die den gesamten Wanderweg angelegt haben, fanden dort einen Rauchabzugskanal. Durch ihn waren früher die nicht ganz so gesunden Gase von der „Ramsbecker Hütte“ (Station 11) hoch auf den Bastenberg geleitet.

Der ganz besondere Tipp: Das Gruben-Light-Dinner

In einem romantisch beleuchteten Stollen 300 Meter "unter Tage" erwartet Sie das kulinarische Erlebnis zwischen alten Orginalwerkzeugen und Erzbrocken. An den Wänden hängen "Frösche", die sogenannten alten Bergmannslampen, die die gesamte Atmosphäre noch festlicher anmuten lassen.

Alle Infos und Termine finden Sie hier.